Micro-Living als Kapitalanlage: Was 20–35 m²-Apartments 2026 wirklich bringen
11. September 2026·5 Min. Lesezeit
Micro-Living ist der derzeit am schnellsten wachsende Immobilien-Anlagesegment in deutschen Groß- und Universitätsstädten. Für Anleger mit begrenztem Einstiegskapital ergibt sich eine interessante Rendite-pro-Kapital-Kombination.
Das Segment im Überblick
Micro-Apartments sind vollmöblierte Wohnungen zwischen 18 und 35 m², oft mit Servicebetreiber (Wäscherei, Empfang, Möbel). Zielgruppe: Studierende, Berufspendler, Expats. Die Miete pro Quadratmeter liegt 20–40 % über klassischen Wohnungen — die absolute Miete pro Einheit ist aber niedriger, was die Vermietungsquote hoch hält.
Beispiele aus der Praxis
- Ellenbacher Str., Kassel: 22,78 m², 160.000 €, Miete 440 € kalt — Nettorendite ~3,3 %
- The One München (Obersendling): 20,5–50,4 m², ab 280.000 €, Miete 35 €/m² kalt garantiert
- Hoheluft Hamburg: 26 m², 259.800 €, Miete 747 € kalt — hoher Kaufpreis kompensiert durch Wertstabilität
Vorteile
- Niedriger Einstiegspreis → geringes Eigenkapital erforderlich
- Hohe m²-Miete → attraktives Rendite-Profil
- Konstante Nachfrage in Uni- und Bürostädten
- Betreiber-Modelle (Warmmietpool) reduzieren Verwaltungsaufwand
Was zu beachten ist
- Möblierung altert schnell — Instandhaltungskosten höher als bei Standardwohnung
- Bei Betreiber-Modellen: Kalkulation ist abhängig von Betreiber-Bonität
- Wiederverkauf oft nur an Kapitalanleger, nicht an Eigennutzer → schmalerer Zielmarkt
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